Was ist Zen ?


 

 

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Lehre und Praxis

Zen ist der chinesische Weg zum buddhistischen Ziel, die Welt so zu betrachten, wie sie ist, ohne ihr eigene Ideen oder Gefühle (Sanskrit trishna) hinzuzufügen. Diese Haltung des "Nicht-Geistes" (chinesisch wu-hsin) entspricht einer Bewußtseinsstufe, auf der die Gedanken vorbeifließen, ohne Spuren zu hinterlassen.

Im Gegensatz zu anderen buddhistischen Richtungen läßt diese Ebene sich in der Philosophie des Zen nicht durch eine graduelle Praxis erlangen, sondern muß sich direkt und plötzlich in einer Art Erleuchtungserlebnis äußern (chinesisch tun-wu; japanisch satori). Der Zen lehnt daher sowohl Theorien als auch spirituelle Übungen ab und vermittelt seine Vorstellung von Wahrheit mit Hilfe der Methode des direkten Zeigens, das auf alle philosophischen oder religiösen Probleme mit nichtsymbolischen Wörtern oder Taten antwortet. Die Replik liegt in der Handlung an sich, nicht in dem, was diese darstellt.

Als typisches Beispiel mag die Erwiderung des Zen-Meisters Yao-shan dienen, der auf die Frage, was der Weg des Zen sei, zurückgab: "Eine Wolke am Himmel und Wasser in der Kanne!" Die Anhänger des Zen machen sich aufnahmebereit für derartige Antworten, indem sie meditieren (japanisch za-zen) und dabei ohne geistigen Kommentar beobachten, was immer auch geschieht.

Gute Literatur :

Zen- Zen-Geist, Anfänger Geist. von Shunryu Suzuki, Theseus Verlag

Zen - Stille des Geistes von Alan W. Watts, Theseus Verlag.

Zen ist eine buddhistische Schule der Meditation, die in China und später in Japan aus der Verschmelzung des indischen Mahajana-Buddhismus und dem chinesischen Taoismus entstand.

Der japanische Begriff Zen entwickelte sich aus dem chinesischen Ch'an, das vom Sanskrit-Wort dhyana abgeleitet ist und einen meditativen Zustand innerer Versenkung bezeichnet. Dhyana meint in erster Linie den Bewußtseinszustand eines Buddhas, dessen Geist sich nicht mehr um die Unterscheidung zwischen der Individualität des einzelnen im Vergleich zu anderen bemüht. Alle buddhistischen Strömungen vertreten die Auffassung, daß jedes Ding nur in Relation zu einem anderen existiert. Dieses Charakteristikum der "Leere" (Sanskrit sunyata) verweist indes nicht auf die Nichtigkeit der Welt, sondern sagt lediglich aus, daß kein System fester Definitionen oder Klassifikationen die Natur zu erfassen vermag. Die Wirklichkeit ist das "So-Sein" (Pali tathata) der Natur oder der Welt, unabhängig von allen damit verbundenen Gedanken.